SINUS~TON
10. Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik
24. - 27. Oktober 2019 | Magdeburg




 

Interpreten (Auswahl)



 

 

Das 2011 in Hamburg gegründete Decoder Ensemble versteht sich als „Band“ für zeitgenössische Musik und zählt zu den innovativsten und unberechenbarsten jungen Ensembles der Neuen Musikszene. Ihr frischer und energetischer Klang, der sich aus der Kombination von elektrischen und akustischen Instrumenten und Stimmen ergibt, unterscheidet sie von konventionellen zeitgenössischen Kammermusikensembles. Überraschende Kollaborationen, experimentelle Instrumentalmusik, multimediale Elemente und konzeptuelle Performancekunst spielen in Decoders Programm eine große Rolle. Decoder legt bei der Präsentation seiner Konzerte großen Wert auf das zeitgenössische Format, indem sorgfältig ausgewählte Veranstaltungsorte und eine übergreifende Dramaturgie berücksichtigt werden.
Ein Schwerpunkt des Ensembles ist die Zusammenarbeit mit jungen Komponisten und die Bereitstellung einer Plattform, um ihre Werke auf höchstem Niveau zu realisieren. Alle Mitglieder von Decoder sind auf die Aufführung zeitgenössischer Musik spezialisiert, wobei 3 Mitglieder gleichzeitig die ansässigen Komponisten sind. Diese Konstellation ermöglicht zusammen mit der umfassenden Kommunikation zwischen Komponisten und Interpreten bei der Entwicklung der Werke die Schaffung einzigartiger und authentischer Aufführungen. Das Ensemble tritt regelmäßig auf internationalen Festivals für zeitgenössische Musik auf. Im Jahr 2014 wurde Decoders selbstbetitelte Debüt-CD auf Ahornfelder Records in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Radio Köln produziert. Seit 2017 präsentiert Decoder eine eigene Konzertreihe in der Elbphilharmonie Hamburg. 2019 erscheint die zweite CD von Decoder beim Label Wergo.

website

 

Pina Bettina Rücker erforscht als Klangarchitektin seit 10 Jahren auf der Bühne die Einsatzmöglichkeiten der Kristallschalen als Musikinstrument, deren dreidimensionales Wirken als Raumklang-Instrument und die menschlich erfassbaren Dimensionen von Raum und Zeit. Auftritte mit Musikern verschiedener Genre führten u.a. zu Festivaleinladungen wie dem „moviementos“, dem „mdr-musiksommer“ oder auch zu den „Stelzenfestenspielen bei Reuth“. In Zusammenarbeit mit Künstlern wie Gesine Adler (Sopran), Hayden Chisholm (sax) oder aktuell Gert Anklam (sax) sind inzwischen sechs CD-Produktionen mit ihren Klängen veröffentlicht. Die Quarz-Glas-Schalen werden als Kieselglastiegel hergestellt, um darin Silizium-Mono-Kristalle für die Halbleiterindustrie zu züchten. Pina Rücker hat es sich zur Aufgabe gemacht ihre faszinierenden Klänge einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen - amorphe Raumklanginstallationen auf Basis eines amorphen Feststoffes - Quarzglas klingt.

website

 

Apply Triangle nennt sich ein erst kürzlich innerhalb des Neue-Musik-Programms der Manhattan School of Music Trio in der Besetzung Querflöte, Klarinette und Klavier. Vorrangiges Ziel des Ensembles, das von jungen Studierenden der New Yorker Musikhochschule gegründet wurde ist die Interpretation von elektroakustischer Kammermusik. Neben Klassikern der New Yorker Szene hat das Trio auch eigens für das Ensemble geschriebene Werke von Kompositionsstudenten im Repertoire.

Joshua Weinberg | Flöte, Piccoloflöte
Tyler Neidermayer | Klarinette, Bassklarinette
Jixue Yang | Klavier

 

Marianne Svašek, geboren in den Niederlanden, studierte klassischen indischen Gesang bei Ustad Zia Mohiuddin Dagar und Uday Bhawalkar am Konservatorium Rotterdam.
Von 1994 bis 2013 wurde sie in Indien von Ustad Zia Fariduddin Dagar unterrichtet. Marianne Svašek studierte auch das Spiel auf der Sarangi (ein Saiteninstrument mit drei Haupt- und 35 Resonanzsaiten) bei Joep Bor und Pandit Ram Narayan. Sie schloss ihr Studium in beiden Fächern mit Auszeichnung am Rotterdamer Konservatorium ab, an dem sie heute selbst unterrichtet. Marianne Svašek gibt Workshops und Konzerte in Europa, den USA, Indien und Pakistan.

website

 

Das 2006 in Berlin gegründetet Solistenensemble Kaleidoskop hat sich im Laufe der Jahre stetig gewandelt und immer wieder innovative Formen der Musikvermittlung erprobt. In enger Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus anderen Genres sucht Kaleidoskop nach neuen Aufführungsformen; die Musiker*innen werden dabei auch selbst zu Performern und Darstellern.
Das Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur aktuellen Musik, auch eigene Musikkonzepte werden entworfen. Kaleidoskop arbeitet eng mit dem Radialsystem in Berlin zusammen und ist zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Kunstfest Weimar, den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Sydney Festival, dem Holland Festival, operadhoy Madrid, Wien Modern oder den Donaueschinger Musiktagen und war ‚Ensemble in Residence’ bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Klarafestival in Belgien. Kaleidoskop spielt an Häusern wie dem Concertgebouw Brügge, Harpa in Reykjavík, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden oder Kampnagel Hamburg, dem Berghain und der Philharmonie.
Im Laufe des künstlerischen Engagements hat das Solistenensemble mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Sabrina Hölzer, Jennifer Walshe, Georg Nussbaumer, Laurent Chétouane, Sebastian Claren und der Band Mouse on Mars zusammengearbeitet.

website

 

Der Komponist und Organist Franz Danksagmüller vereint in seinen innovativen Projekten, Kompositionen und Live-Elektronik Performances ein weites künstlerisches Spektrum. In seiner Arbeit lotet er die Verbindung von historischer und neuer Musik sowie von klassischen Klangkörpern und neuesten elektronischen Instrumenten immer wieder neu aus.
In den vergangenen Jahren gastierte er als Organist und Performer u.a. in der Elbphilharmonie in Hamburg, im Konzerthaus Berlin, im Palace of Arts in Budapest, im Orgelpark in Amsterdam, beim Organ Festival Holland in Alkmaar, Festival Musica Sacra in St. Pölten und beim Sinus Ton- Festival in Magdeburg.
Franz Danksagmüller studierte Orgel, Komposition und elektronische Musik in Wien, Linz, Saarbrücken und Paris. Zu seinen Lehrern zählen Michael Radulescu, Daniel Roth, Erich Urbanner und Karlheinz Essl. 1994 erhielt er den Würdigungspreis des Österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, und wurde bei mehreren internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Er konzertierte u.a. mit den Wiener Symphonikern, der Camerata Salzburg, den Berliner Symphonikern, den Hamburger Symphonikern, dem Orchestra of Birmingham, dem RSO Wien, dem Ensemble die Reihe und dem Arnold Schönberg Chor und arbeitete mit namhaften Dirigenten zusammen, u. a. mit Sir Simon Rattle, Michael Schønwandt, Erwin Ortner und Ton Koopmann. Von 1995 bis 2003 wirkte Franz Danksagmüller als Dozent an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Von 1999 bis 2005 war er Organist und Komponist am Dom in St. Pölten (Österreich).
Seit 2005 ist er Professor für Orgel und Improvisation an der Musikhochschule Lübeck. Als Juror ist er bei bedeutenden Orgelwettbewerben tätig, u.a. in Haarlem, Alkmaar, Lübeck und St. Albans.
Seit 2015 ist er Gastprofessor an der Musikhochschule in Xi´an in China, seit September 2018 Gastprofessor an der Royal Academy of Music in London.

website

 

Das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig sieht sich als Experte und Botschafter der Musik seines Namensgebers und sieht es als seine Aufgabe, sein Werk in Verbindung mit der Leipziger Musiktradition in den Fokus zu setzen und in die heutige Zeit zu adaptieren. Das gelingt dem Ensemble eindrücklich durch thematisch-inszenierte Konzertprogramme, der Zusammenarbeit mit bekannten Dramaturgen wie Folkert Uhde oder Künstlern andere Genres wie den Pantomimen „Bodecker & Neander. In dem nunmehr 14-jährigen Bestehen des Ensembles haben sich viele musikalische Freundschaften zu renommierten Musikerpersönlichkeiten entwickelt. So spielen z.B. Michael Sanderling, Antje Weithaas, Vivien Hagner, Reinhold Friedrich, David Orlowsky und Salome Kammer regelmäßig mit dem Ensemble zusammen. Daneben sind Künstler anderer Kunstsparten wie der Chansonier und Gewinner des dt. Kleinkunstpreises Sebastian Krämer gern gesehene Gäste des Ensembles.
Bereits kurz nach der Gründung gastierte das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig auf bedeutenden Festivals wie dem MDR Musiksommer, dem Leipziger Bachfest und den Mendelssohn-Festtagen in Leipzig. Es folgten Konzertreisen in die Schweiz, der Türkei und Spanien, Gastspiele in alle großen Konzertsäle Deutschlands wie der Kölner Philharmonie, der Philharmonie Essen, der Stuttgarter Liederhalle und der Tonhalle Düsseldorf sowie zum Rheingau Musikfestival und den Musikfestspielen Mecklenburg Vorpommern. Seit 2009 ist das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig offizieller Partner der Mendelssohn Festtage in Leipzig und gab 2011 sein Debüt im großen Saal des Wiener Musikvereins.

website

 

Manuel Nawri arbeitet zusammen mit dem Ensemble Modern, Ensemble musikFabrik, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, ensemble mosaik, Elision Ensemble, basel sinfonietta, Bochumer Symphoniker und dirigiert bei Festivals wie Salzburg Biennale, Lucerne Festival, Warschauer Herbst, Festival d’automne, Israel Festival, Melbourne International Festival und Tschechow Festival in Moskau. Er ist musikalischer Leiter der Neuen Szenen an der Deutschen Oper Berlin und Professor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

website